Das Melden von rassistisch motivierten Straftaten ermuntern

„Polizeibeamte zur Unterstützung von Communitys (PCSO) sind hilfreich, um Verbrechen und antisoziales Verhalten in London zu reduzieren. Sie geben Menschen das Gefühl von Sicherheit in ihren Wohnbezirken und innerhalb ihrer Communitys, um die Angst vor Kriminalität zu überbrücken. PCSOs stehen mit Communitys in Kontakt und stellen Verbindungen zur Öffentlichkeit her. Sie sind ausgebildete Problemlöser, sind öffentlich sichtbar und beugen Kriminalität vor.“

Metropolitan Polizei

Nach Veröffentlichung des Macpherson Berichtes führte die Metropolitan Police Community Unterstützungsbeamt_innen ein (Police Community Support Officers (PSCO’s). Sie gewährleisten den Austausch mit dem Gemeinwesen und geben das Gefühl von Sicherheit. Dies unterstützte den Aufbau von Vertrauen zwischen den Communitys und der Polizei und soll zur verstärkten Meldung von rassistischen Straftaten bei der Polizei führen.  

Die Metropolitan Police baute unabhängige Beratungskommittees auf, in die Vertreter der lokalen Communitys eingebunden sind.

Diese Vertreter treffen sich mit der Polizei und können somit die Perspektive des Gemeinwesens bei für sie relevanten Polizeimaßnahmen einbringen und können der Polizei Rückmeldungen auf Polizeimaßnahmen geben. Es kann sich hier um spezifische Vorfälle im Gemeinwesen handeln oder um lokale Polizeistrategien. Die Beratungskommittees unterstützen die Weiterleitung von Anliegen Einzelner, ohne dass diese direkten Kontakt mit der Polizei haben müssen.

Nach dem Macpherson Bericht führte die Metropolitan Police in London die Strategie der ‘Nachbarschaftspolizeiarbeit’ ein. Diese Polizeiarbeit wird von regulären Polizeibeamt_innen, gemeinsam mit Sozialarbeiter_innen, die in den Communitys tätig sind, durchgeführt. Hierdurch wird gehofft, dass rassistisch motivierte Straftaten direkt bei der Polizei bekannt werden. Diese Maßnahmen haben zu einer Steigerung der Aufklärungsquote von rassistischen Straftaten von 19% in 2002/2003 auf 40% in 2008 geführt.

© Büro zur Umsetzung von Gleichbehandlung e.V. 2011