Polizeiliche Untersuchungen bei rassistisch motivierten Straftaten

Institutioneller Rassismus ist im Macpherson Bericht definiert als: 

„das kollektive Versagen einer Organisation, für Menschen bezüglich ihrer Hautfarbe, Kultur oder ethnischen Herkunft geeignete und professionelle Leistungen zu erbringen. Er lässt sich in Prozessen, Einstellungen und Verhaltensweisen festmachen, welche auf eine Diskriminierung, durch unbewusste Vorurteile, Ignoranz, Gedankenlosigkeit und rassistische Stereotypen, die ethnische Minderheiten benachteiligen, hinauslaufen."

Dieses Dossier bietet einen Einblick, wie die britische Polizei es versäumte, den rassistisch motivierten Mord an Stephen Lawrence zu untersuchen. Der 18-jährige schwarze Jugendliche wurde am 22. April 1993 in Eltham, South-East London erstochen. Für ihr Verhalten während der Untersuchung des Mordes, durch die die Mörder erst 2012 angeklagt wurden, wurde die Polizei massiv kritisiert. Nur dank der Eltern von Stephen Lawrence und aufgrund des enormen öffentlichen Drucks, welcher sich um diesen Fall entwickelt hatte, kam es zu einer eingehenden Untersuchung des Fehlverhaltens und des institutionellen Rassismus der Polizei, dem sogenannten Macpherson Untersuchungsbericht (Macpherson Bericht). Diese Untersuchung führte dazu, dass die Polizei ihre Fehler und Mängel eingestehen musste und 70 Empfehlungen zur Verbesserung ihrer zukünftigen Arbeit und zur Bearbeitung von institutionellem Rassismus akzeptierte.

Links zu britischen Materialien und Dokumenten sind leider nur auf Englisch verfügbar.

Weiterführendes Hintergrundmaterial finden Sie hier.

Hier finden Sie das Dossier zum ausdrucken.

Wir danken Miriam Tierney und Rebecca Görmann für die Erarbeitung des Dossiers.

© Büro zur Umsetzung von Gleichbehandlung e.V. 2011