Italien

2004 wurde in Italien das Nationale Büro gegen die Diskriminierung aus Gründen der Rasse (UNAR) eingerichtet. Es setzt sich für die Förderung von Gleichbehandlung und den Kampf gegen ethnische Diskriminierung ein. UNAR bietet Opfern von Diskriminierung Rechtsbeistand, indem es beispielsweise Verbände findet, die berechtigt sind Betroffene vor Gericht zu vertreten.

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In Italien haben Verbände die Befugnis bei Diskriminierungen wegen einer Behinderung, der „Rasse“ oder ethnischen Herkunft und des Geschlechts, sowie bei Diskriminierungen im Arbeitsbereich im Namen und im Auftrag des_der Betroffene_n eine Klage zu erheben. Dazu muss eine notariell beglaubigte Vollmacht der diskriminierten Person vorliegen.

Bei Diskriminierungen im Arbeitsbereich oder aufgrund der „Rasse“ oder ethnischen Herkunft besteht zudem die Möglichkeit, dass in Fällen in denen die Betroffenen von diskriminierenden Praktiken nicht eindeutig identifizierbar sind, Verbände selbstständig klagen können. Eine Vollmacht der Betroffenen ist in diesen Fällen nicht nötig.

Um berechtigt zu sein eine solche Klage zu erheben, müssen Verbände offiziell beim Ministerium für Chancengleichheit in Zustimmung des Ministeriums für Arbeit- und Sozialpolitik registriert sein. Voraussetzung für die Registrierung ist, dass ein Verband mindestens ein Jahr besteht und die Bekämpfung von Diskriminierung das satzungsgemäße Ziel des Verbandes ist. Die Liste der berechtigten Verbände wurde 2013 aktualisiert und umfasst derzeit mehr als 550 Organisationen.

© Büro zur Umsetzung von Gleichbehandlung e.V. 2011