Die Grundrechtecharta der Europäischer Union

Artikel 21 Grundrechtecharta: Nichtdiskriminierung

(1) Diskriminierungen insbesondere wegen des Geschlechts, der Rasse, der Hautfarbe, der ethnischen oder sozialen Herkunft, der genetischen Merkmale, der Sprache, der Religion oder der Weltanschauung, der politischen oder sonstigen Anschauung, der Zugehörigkeit zu einer nationalen Minderheit, des Vermögens, der Geburt, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung sind verboten.

Die Grundrechtecharta der EU definiert die Rechte und Freiheiten der Menschen, die in der Europäischen Union leben. Diese Rechte sind von den Organen und Institutionen der Union ebenso wie von den Mitgliedsstaaten, wenn sie EU-Recht umsetzen, zu garantieren. Die Grundrechtecharta der Europäischen Union enthält ein allgemeines Diskriminierungsverbot (Art. 21). Die vor Diskriminierung zu schützenden Gruppen sind weiter gefasst als in der Europäischen Menschenrechtskonvention. Jedoch kann die Grundrechtecharta, wie das gesamte EU-Recht, nur auf Sachverhalte angewandt werden, die in die Kompetenzen der EU fallen.

© Büro zur Umsetzung von Gleichbehandlung e.V. 2011