Institutionelle Diskriminierung in der Schule

Das „Programme for International Student Assessment“ (PISA) ist die internationale Schulleistungsstudie der OECD. PISA untersucht, inwieweit Schüler_innen gegen Ende ihrer Pflichtschulzeit Kenntnisse und Fähigkeiten erworben haben, die es ihnen ermöglichen, an der Wissensgesellschaft teilzunehmen. Mehr Infos finden Sie hier.

Die 2006 durchgeführte PISA-Untersuchung der OECD zu Bildungserfolgen von 15-jährigen Schüler_innen in Deutschland dokumentierte die stark divergierenden Bildungserfolge von Kindern mit und ohne Migrationshintergrund. Einflussfaktoren auf den Bildungserfolg stellen die Migrationserfahrung, der Spracherwerb, aber auch die soziale Herkunft und die individuelle und institutionelle Diskriminierung von Schüler_innen dar.

Quantitative Erhebungen verdeutlichen eindrücklich die Unterschiede von Schüler_innen mit und ohne Migrationshintergrund. Weitere Informationen finden Sie hier.

Auf der Grundlage von angenommenen Wissens- und Sprachdefiziten, aber auch in Bezug auf eine vermeintlich neutrale Notengebung der Lehrer_innen, kommt es besonders beim Übergang von Grund- in weiterführende Schulen zu einer Ungleichbehandlung, auch wenn gleiche Leistungen bei den Schüler_innen mit und ohne Migrationshintergrund vorliegen. Diese kann mit individuellen Fehleinschätzungen der jeweiligen Lehrer_innen, aber auch mit einer institutionellen Diskriminierung begründet werden. Formen von Ungleichbehandlung in der Schule wurden bislang nur äußerst bedingt systematisch untersucht und entsprechend kaum bearbeitet.

© Büro zur Umsetzung von Gleichbehandlung e.V. 2011