Initiierung und Durchführung von Fallstudien

Ein Beispiel für eine Fallstudie und die Zusammenarbeit der Kommission und der Industrie, ist das politische Eintreten dieser Akteure für besseren Rechtsschutz von Reinigungspersonal.

Als Teil ihrer Aufgaben stellt die Equality and Human Rights Commission (EHRC) Fallstudien, anhand derer sich die positiven Effekte der Gleichbehandlungsverpflichtungen nachverfolgen lassen. Diese Studien dienen dazu, Unternehmen und Behörden zu zeigen, wie konkrete Maßnahmen aussehen können und sich verwirklichen lassen. Die Beispiele verdeutlichen, dass die Umsetzung der Gleichbehandlungspflichten oft mit finanziellen, organisatorischen, sozialen und individuellen Vorteile konfrontiert sind. Auf der Webseite der Kommission werden mehrere Fallstudien vorgestellt. Die Kommission gibt einen kurzen Überblick über die zu verbessernde Situation der Organisation, der Behörde und/oder des Unternehmens, stellt die ergriffenen Maßnahmen vor und zeigt auf, inwiefern diese Maßnahmen positive Auswirkungen auf die Unternehmenskultur, die Wirtschaftlichkeit oder das Angebot von Dienstleistungen hatten.

Diese Fallstudien wurden sowohl im Gesundheits- und Sozialwesen, in lokalen Behörden, an Schulen als auch in Unternehmen durchgeführt und zeigen, wie vielseitig anwendbar die Gleichbehandlungspflicht ist. Bei Bedarf können sich entsprechende Organisationen, die etwas verändern wollen, an die Kommission wenden und diese um Hilfe ersuchen. Eine Maßnahme, die sehr häufig zu positiven Ergebnissen zu führen scheint, ist die Konsultation mit Menschen, die in der entsprechenden Situation von Ungleichheit betroffen sind. Ersucht man bei der Entwicklung stadtplanerischer Projekte zum Beispiel Menschen mit Behinderungen um Rat, ist das Risiko, im Nachhinein auf Beschwerden hin teure Umbaumaßnahmen ergreifen zu müssen, deutlich geringer (vgl. Saving Money by involving disabled people in the decision-making process, Leicester City Council; Financial Benefits, The Equality and Human Rights Commission).

© Büro zur Umsetzung von Gleichbehandlung e.V. 2011