Berichte über England

Das Equality and Diversity Forum listet hier auf, was die speziellen Pflichten für Behörden in England beinhalten.

Die Equality and Human Rights Commission (EHRC) hat im Jahr 2012 einen Bericht über die Veröffentlichung von Gleichbehandlungsinformationen herausgegeben. Laut Bericht hat nur etwa jede zweite von 1.159 öffentlichen Behörden planmäßig Gleichbehandlungsinformationen publiziert. 78% der untersuchten Institutionen haben die Vorschriften teilweise erfüllt. Die Bewährungshilfe und die Polizei haben mit 71% bzw. 69% bezüglich der rechtmäßigen Veröffentlichung der Daten sehr gut abgeschnitten. Nationale Organisationen und der_die Servicebeauftragte des Nationalen Gesundheitsdienstes (NHS) schnitten mit 25% und 36% am schlechtesten ab. Insgesamt haben 6% der bewerteten Behörden gar keine Gleichbehandlungsinformationen veröffentlicht. Die Kommission kündigte an, sich an diese Behörden zu wenden und sie dazu aufzufordern, diese Missstände zu beheben und ihrer Pflicht nachzukommen. Sollte dies nicht geschehen, wird die Kommission ihre rechtlichen Möglichkeiten nutzen, um die Erfüllung der Pflichten durchzusetzen. Eine weitere wichtige Erkenntnis des Berichts war, dass die meisten Behörden dazu neigen, eher Daten über ihre Mitarbeitenden als Daten über ihre Servicenutzer_innen zu veröffentlichen. Die ist einerseits nachvollziehbar, da erstere meist bereits vorliegen.  Andererseits sollte dies aber im Rahmen der Erfüllung der speziellen Pflichten verbessert werden. Die meisten Informationen über Mitarbeitende wurden in den Kategorien Ethnizität, Gender, Alter und Behinderung veröffentlicht (86%). Nur knapp über die Hälfte (56%) aller untersuchten Behörden hat außerdem Informationen veröffentlicht, die Religion oder Weltanschauung und sexuelle Orientierung berücksichtigen (Report Publishing Equality Information: Commitment, Engagement, and Transparency; The Equality and Human Rights Commission, Seite 3-9, Dezember 2012).

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