Formelle Untersuchungen

2014 entschied sich die Equality Commission, eine Untersuchung des Metropolitan Police Departments vorzunehmen, da vermehrt Beschwerden von Mitarbeiter_innen laut wurden, die am Arbeitsplatz diskriminiert und/oder belästigt worden sind. Mehr zu dieser Untersuchung finden Sie hier.

Artikel 20 des Gleichstellungsgesetzes 2006 beschreibt, welche Maßnahmen die Kommission ergreifen kann, wenn der Verdacht besteht, dass eine Organisation etwas getan hat und/oder tut, das gegen das Gleichstellungsgesetz verstößt.

Die unterschiedlichen Schritte im Rahmen einer Untersuchung können beinhalten, dass schriftlich detailliert festgehalten wird, inwiefern eine Handlung der Organisation gesetzeswidrig sein kann, die Kommission endgültige Zielvorgaben veröffentlicht, sie die betroffene Organisation auffordert, im Hinblick auf ihre Pflichterfüllung Informationen, Dokumente oder mündliche Beweise zu erbringen und sie abschließend einen Bericht veröffentlicht. In diesem Abschlussbericht soll geklärt werden, ob die Organisation gegen das Gesetz verstoßen hat oder nicht.

Zu beachten ist, dass den entsprechenden Organisationen der Abschlussbericht vorgelegt wird und sie vor der Veröffentlichung mindestens 28 Tage Zeit haben, ihn zu kommentieren. Nach Beendigung der Untersuchung spricht die Kommission Empfehlungen aus. Sollte die Organisation diese Empfehlungen ignorieren oder aus sonstigen Gründen nicht umsetzen, kann die Kommission eine Benachrichtigung über eine rechtswidrige Handlung einreichen.

© Büro zur Umsetzung von Gleichbehandlung e.V. 2011