Erstellung und Einreichung eines Behinderungsaktionsplans für Pflichten aus Art. 49A

Die Gleichbehandlungskommission hat Angaben darüber gemacht, wer Verantwortung für die Umsetzung der Maßnahmen trägt und wie die Mitarbeitenden in den Prozess eingebunden werden können. Diese Informationen finden Sie hier.

Das Behinderungsdiskriminierungsgesetz von 1995 hält in Artikel 49A fest, dass bestimmte Behörden und Unternehmen der Pflicht unterliegen, in ihren Entscheidungen und Richtlinien die Förderung positiver Einstellungen gegenüber Menschen mit Behinderung sowie deren bessere Einbindung in das öffentliche Leben zu berücksichtigen. Diese Pflicht wird erweitert durch das obligatorische Erstellen eines Behinderungsaktionsplans. Der Plan soll darlegen, wie genau die Behörde und/oder das Unternehmen seine Pflichten im Hinblick auf Menschen mit Behinderungen umzusetzen gedenkt.

Die Behinderungsaktionspläne konzentrieren sich am meisten auf Handlungsmaßnahmen, mit denen die Pflichten so erfüllt werden können, dass sie eine größte absehbare Wirkung erzielen. Um herauszufinden, was genau diese Maßnahmen wären, empfiehlt es sich, Mitarbeitende mit Behinderungen zu befragen, mit anderen Behörden zusammenzuarbeiten, Barrierefreiheit zu schaffen, positive Maßnahmen zu ergreifen, um Personen mit Behinderungen eine verbesserte gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen und die Auswirkungen dieser Maßnahmen zu überwachen und entsprechende Daten zu erfassen.

Ein weiterer Ansatz, der zur Verbesserung eines inklusiven Betriebsklimas beitragen könnte, ist das Ansprechen negativer Vorurteile über Menschen mit Behinderungen und die Förderung positiver Vorbilder durch Publikationen, die Zugänglichkeit von Dienstleistungen und das Einsetzen von Personen mit Behinderungen in Positionen des öffentlichen Bereichs.

© Büro zur Umsetzung von Gleichbehandlung e.V. 2011