Geschützte Merkmale

Art. 75 Abs. 1 Nr. (b) spricht nicht explizit von Geschlecht, sondern sagt, dass Chancengleicht zwischen Männern und Frauen generell gefördert werden soll. Geschlechtervielfalt findet also keine direkte Erwähnung in der Vorschrift.

In Artikel 75 Absatz 1 Nummer (a) bis (d) ist festgelegt, welche Kategorien in den Schutzbereich der Gleichbehandlungsverpflichtungen fallen. Für die Chancengleichheitspflicht sind dies die folgenden geschützten Merkmale: Glaubensüberzeugung, politische Ansichten, ethnische Zugehörigkeit (auf Englisch: Racial Group), Alter, Ehestand, sexuelle Orientierung und Gender. Somit sollen öffentliche Stellen Chancengleichheit zwischen den Personengruppen, die diese verschiedenen Merkmale aufweisen, vorantreiben. Darüber hinaus soll auch die Förderung von Chancengleichheit zwischen Menschen mit und ohne Behinderung sowie zwischen Menschen mit und ohne betreuungsbedürftigen Personen (auf Englisch: Dependants) bedacht werden.

Für die Pflicht bezüglich eines besseren Umgangs miteinander soll dieser zwischen Personengruppen verschiedener Glaubensüberzeugungen, politischer Ansichten und ethnischer Zugehörigkeiten verbessert werden. Gruppenmitglieder die andere Diskriminierungsmerkmale, wie z.B. Behinderung, Alter oder sexuelle Orientierung auf sich vereinen, sind davon ausgenommen.

© Büro zur Umsetzung von Gleichbehandlung e.V. 2011