Für Wales

In einem technischen Ratgeber der Equality and Human Rights Commission für verpflichtete, öffentliche Einrichtungen in Wales sind die spezifischen Pflichten aufgelistet und genauer ausgeführt.

Die spezifischen Pflichten für Behörden in Wales wurden in den (Wales) Vorschriften 2011 (auf Englisch: Equality Act 2010 (Statutory Duties) (Wales) Regulations 2011) von der walisischen Regionalregierung verabschiedet und traten am 06. April 2011 in Kraft. Anders als in England wurden den verpflichteten Einrichtungen in Wales nicht nur zwei, sondern dreizehn spezifische Pflichten auferlegt. So sollen sie wie ihre englischen Pendants nicht nur Gleichheitsinformationen und –ziele festlegen und veröffentlichen (vgl. (Wales) Vorschriften 2011 Art. 3 und 4 bzw. 7 und 9), sondern z.B. auch die voraussichtlichen Auswirkungen ihrer vorgeschlagenen Maßnahmen und Aktivitäten beurteilen (vgl. (Wales) Vorschriften 2011 Art. 8). Außerdem sollen ihre Mitarbeiter_innen zur allgemeinen Gleichbehandlungspflicht und den spezifischen Pflichten entsprechend geschult werden (vgl. (Wales) Vorschriften 2011 Art. 10). Auch soll laut Vorschrift 14 und 15 jede verpflichtete Behörde einen strategischen Gleichbehandlungsplan (auf Englisch: Strategic Equality Plan) aufsetzen, der u.a. ihre Gleichheitsziele präsentiert (inklusive des Ziels bestehende Lohnungleichheiten zu bearbeiten) und formuliert wie der Fortschritt ihrer Umsetzung überwacht werden kann. Ebenso soll er zeigen, wie Gleichheitsinformationen erkannt, gesammelt und publiziert werden sollen.  Am 31. März jeden Jahres soll ein Jahresbericht vorgelegt werden.

Alle in Wales geltenden, spezifischen Pflichten können in den (Wales) Vorschriften 2011 zum Gleichstellungsgesetz 2010 nachgelesen werden.

© Büro zur Umsetzung von Gleichbehandlung e.V. 2011