Bildung

Hier finden Sie einen Artikel mit mehreren interessanten Grafiken zum Thema ethnische Diversität an US-amerikanischen Schulen.

Verschiedene Organisationen führen Forschungen zur Bildung durch. Das US-Amt für Bildung ist dabei jedoch der Hauptvertreter von Datenerhebungen im Schulsystem.

Eine Abteilung des Amtes für Bildung, die Bürgerrechtliche Datenerhebung, CRDC (‚Civil Rights Data Collection‘), befasst sich ausschließlich mit der Sammlung von Informationen über Minderheiten an Schulen. Schulbezirken wird auferlegt, sich an die Richtlinien des OMB zu halten und die Schüler_innen oder Betreuer_innen der Schüler_innen ihre eigene ethnische Herkunft definieren zu lassen. Das stellt sicher, dass der Bezirk die Daten, die später vom CRDC benutzt werden, ordnungsgemäß erhebt.

Alle Daten werden unter den Kategorien ethnische Herkunft/Ethnizität, Geschlecht, Behinderung und Kenntnisse der englischen Sprache ausgewertet. Informationen wie die Noten von Schüler_innen, die Belegung der Kurse durch die Schüler_innen, Zugang zu Berater_innen und der Zugang zu Forgeschrittenen-Kursen und andere Kriterien werden unter Zurateziehung von ethnischer Herkunft und anderen sensiblen Daten  betrachtet.

In der letzten Umfrage 2011 der CRDC, wurde ein frappierendes Ungleichgewicht in der Qualität der Bildung bei Kindern verschiedener ethnischer Herkunft aufgedeckt. Es wurde herausgefunden, dass Kinder aus Minderheiten häufiger bestraft werden als weiße Kinder, obwohl sie einen kleineren Anteil der Schüler_innen ausmachen. Diese Tendenzen zeigten sich bereits in Vorschulen und ziehen sich bis zu den Highschools durch. So sind 18% der Vorschulkinder Schwarz und stellen 42% der von der Schule verwiesenen Schüler_innen dar.

Folgt man dieser Tendenz, wird klar, dass Schüler_innen, die häufiger bestraft werden, eher dazu tendieren Klassen zu wiederholen, die Schule zu verlassen oder mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten. Nicht nur wurde herausgefunden, dass schwarze und lateinamerikanische Schüler_innen öfter bestraft werden. Ihre Lehrer_innen waren weniger erfahren und geringer entlohnt als deren Kolleg_innen an Schulen mit einem kleineren Minderheitenanteil.

So wie erfahrene Lehrer_innen, waren auch fortgeschrittenere Kurse oft weniger zugänglich für nicht-weiße Schüler_innen, wobei nur 57% der Schwarzen Schüler_innen und 67% der lateinamerikanischen Schüler_innen alle mathematischen und naturwissenschaftlichen Kurse angeboten wurde. Diese Zahl, im Vergleich zu 81% der asiatisch-amerikanischen Schüler_innen und 71% der weißen Schüler_innen, zeigt eine Lücke im Zugang zu angemessener Bildung auf.

Diese Statistik über Bildung ist besonders wichtig bei der Betrachtung von Arbeitsstatistiken. Da marginalisierte Gruppen schon in Schulen diskriminiert werden, ist anzunehmen dass sich diese Tendenz im Leben nach der Schule fortführt.

© Büro zur Umsetzung von Gleichbehandlung e.V. 2011