Arbeitsmarkt

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Das US-Zensusbüro stellt die meisten Statistiken über Beschäftigung in den USA zusammen. Es gibt viele verschiedene Umfragen, mithilfe derer das Büro die Daten sammelt, wie zum Beispiel die Umfrage der Amerikanischen Gemeinde  (‚American Community Survey‘), die Umfrage bei Geschäftsinhaber_innen  (‚Survey of Business Owners‘), die Umfrage der aktuellen Bevölkerung  (‚Current Population Survey‘) und andere.

All diese Umfragen sind integrale Bestandteile der Politikgestaltung und der Verteilung von Bundesstaats- und nationalen öffentlichen Fördermitteln. Jede Umfrage beinhaltet eine Frage nach der ethnischen Herkunft, was eine Darstellung der Situationen der Mitglieder verschiedener Minderheiten innerhalb des Arbeitsmarktes in den USA bietet.

Die Erhebung dieser Informationen kann helfen zu erkennen, ob bestimmte ethnische Gruppen bestimmte Berufe öfter ausüben und in bestimmten Positionen öfter vertreten sind als andere und somit Ungleichbehandlung und Benachteiligung in den beruflichen Aufstiegsmöglichkeiten und im Einstellungsprozess aufdecken.

Der wichtigste Punkt in der Erhebung sensibler Daten in den US-Arbeitsstatistiken ist die Auflistung der gleichen Möglichkeit der Anstellung (‚Equal Employment Opportunity Tabulation‘).

Ein Geschäft, welches sich den Standards der Chancengleichheit bei der Einstellung verpflichtet (‚Equal Employment Business‘), stellt Personen ausschließlich aufgrund ihrer Eignung und Qualifikation bezüglich der Position an. Charakteristika wie ethnische Herkunft, Geschlecht, Religion und Sexualität werden dabei als unwichtige Kriterien betrachtet. Durch die Befragung solcher ‚Equal Employment Businesses‘ können die Daten genutzt werden, um die Anstellungen von Minderheiten zu denen von Mehrheiten zu vergleichen.

Diese Daten zeigen die Entwicklung der Anzahl der Vertreter_innen bestimmter ethnischer Gruppen in der Beschäftigung. So hat sich beispielsweise der Anteil von  mittelamerikanischen (‚hispanic‘) Arbeitskräften seit 2000 um 53% erhöht. Mithilfe der Daten können außerdem die Anteile der Anstellungen der Mitglieder verschiedener ‚ethnischer Herkunft‘ aufgezeigt werden. Afro-Amerikaner_innen machen dabei 11% der Amerikanischen Arbeitskraft und 13% der Bevölkerung aus. Dieser Anteil an arbeitslosen Afro-Amerikaner_innen im Bezug zum Bevölkerungsanteil ist jedoch viel höher im Vergleich zu Weißen.

Im Falle, dass eine Diskrepanz im Vergleich zur Mehrheit erkannt wird, kann das Gesetz genutzt werden, um solche Vorgänge im Vorfeld zu verhindern. Im Baugewerbe zum Beispiel, verlangen einige Bundesstaaten von den Unternehmer_innen, eine bestimmte Quote von Anstellungen von Arbeiter_innen verschiedener ethnischer Herkunft und Geschlechter. Wird diese Quote nicht erfüllt, wird das Unternehmen höher besteuert. Wenn die Quote erfüllt wird, werden Steuern erlassen. Initiativen wie diese tragen dazu bei, dass Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt nicht fortlaufen kann.

© Büro zur Umsetzung von Gleichbehandlung e.V. 2011