Kriminalstatistik

Hier finden Sie einen Überblick über Kriminalität in Südafrika sortiert nach Regionen und Arten von Verbrechen.

Wie bei der Kriminalstatistik in Deutschland, stellen Statistiken über Kriminalität keinen wissenschaftlichen Maßstab für die tatsächliche Anzahl von Straftaten dar. Nicht alle Straftaten werden von der Polizei erfasst und das Anzeigeverhalten der Opfer variiert in den Bereichen der Straftaten sehr stark. Dennoch werden seit 1994, jährlich im September die ‚National Crime Statistics‘ (Nationale Kriminalitätsstatistik) können die Ergebnisse der Statistik für 2013/14 eingesehen werden) herausgegeben, die unter anderem über Trends von Kriminalität Auskunft geben sollen. Die Straftaten werden in der Eröffnung eines Falles nach einem bestimmten System von Codes definiert und die Information darüber in die Polizeilisten eingetragen, wo auch die Art des Verbrechens vermerkt wird. Diese Informationen werden vom ‚South African Police Service‘ (SAPS) von den 1130 Polizeistationen gesammelt und die Statistik zusammengestellt.

Die Menge der Straftaten wird gemessen an der Gesamtzahl der Verbrechen pro Kategorie und die Zahl der Verbrechen per 100.000 Einwohner. Letzteres erlaubt eine Berechnung des Risikos, Opfer eines Verbrechens für die einzelnen Bürger zu werden. Eine allgemeine Aussage über den Anstieg oder Verminderung von Straftaten lässt sich allerdings nicht geben.

Problematisch und unreflektiert wird oft die Interpretation und Entwicklung der Kriminalstatistik vorgenommen. Die SAPS bezog sich in der Erstellung ihrer Daten zum Beispiel nicht auf die erneuerten Bevölkerungszahlen des Zensus 2011, was Verhältnisse verzerrte.

Die Anwendung der Kriminalstatistik muss immer im Vergleich zum relativen Kontext stehen. Dazu gehören die Relation zu Zeit oder globalen, lokalen und regionalen Vergleichen.

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