UN-Standards

Die vollständige UN-Behindertenrechtskonvention kann hier nachgelesen werden.

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat die Behindertenrechtskonvention im Dezember 2006 angenommen. In Deutschland bildet neben nationalen gesetzlichen Bestimmungen die UN-BRK seit 2009 die Rechtsgrundlage für Menschen mit Behinderung. Die Behindertenrechtskonvention fordert mehr Teilhabe und Selbstbestimmung der Menschen mit Behinderung.

Ziel der UN-BRK ist gemäß Artikel 1 „die volle und gleichberechtigte Ausübung aller Menschenrechte und Grundfreiheiten durch alle Menschen mit Behinderung zu fördern, zu schützen und zu gewährleisten und die Achtung ihrer angeborenen Würde zu fördern“.

Nach der BRK ist der Behinderungsbegriff offen und weit zu verstehen. Eine dynamische Umschreibung des Begriffs wurde gewählt und in Artikel 1 dargelegt. Der Begriff im Sinne der BRK ist so zu verstehen: „Menschen mit langfristigen körperlichen, seelischen, geistigen oder Sinnesschädigung, die sie im Zusammenwirken mit verschiedenen Barrieren darin hindern können, gleichberechtigt mit anderen uneingeschränkt und wirksam an der Gesellschaft teilzunehmen“.

Ein wichtiger Punkt ist hier die Teilhabestörung an der Gesellschaft. Das bedeutet, dass die BRK auch Menschen einschließt, die wegen einer chronischen Krankheit an der Teilhabe an der Gesellschaft eingeschränkt sind.

© Büro zur Umsetzung von Gleichbehandlung e.V. 2011