Diskriminierung in der Beschäftigung

In den Antidiskriminierungsgesetzen der Niederlande, Portugals und Rumäniens ist die Benachteiligung von Menschen mit chronischen Krankheiten als Diskriminierungsmerkmal aufgeführt.

Wenn die chronische Krankheit bekannt ist, können chronisch kranke Menschen auch in der Beschäftigung diskriminiert werden: durch die Kolleg_innen mittels Ausgrenzung oder Verbreitung von Gerüchten oder durch den_die Arbeitgeber_in durch die Zuweisung eines anderen Arbeitsbereich, z.B. zu einer Tätigkeit ohne Kundenkontakt. Menschen mit sichtbaren und stark stigmatisierten Krankheiten wie zum Beispiel Adipositas oder psychischen Krankheiten sind gefährdet, ihre Anstellung zu verlieren.

Das ist auch der Fall für Krankheiten, deren Verlauf sich leistungsmindernd auswirken kann, was beispielsweise bei Multipler Sklerose möglich ist. Sie gehen das Risiko ein, durch den_die Arbeitgeber_in wegen Arbeitsunfähigkeit bzw. eingeschränkter Arbeitsfähigkeit gekündigt zu werden.

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